Tag 12-1

Die Nacht in Dalyan war schwül, die Autoscheiben sind ganz beschlagen. Morgens tröpfelt es leicht. Den Muezzin um 5 Uhr haben alle anderen gehört. Sigrid und ich haben tief geschlafen. Uns ist der laute Ruf vom Minarett nebenan entgangen. Sigrid schenkt dem jungen Mann vom Toilettenhaus eine Kappe. Nach der Dusche beim Hinausgehen bedankt er sich mit einer Rose. Jetzt müssen wir den Unfallschaden von Merkur angehen. Der Einreisetag nach Israel rückt immer näher. Nach kurzer Überlegung, ob wir zu einer Autowerkstatt mit Schrottplatz zwei Orte weiter fahren oder versuchen, selbst Hand anzulegen, entscheiden wir uns für die Do-it-yourself-Methode. Andreas … Tag 12-1 weiterlesen

Tag 11-5

Beim nächsten Tankstopp überrascht uns der Tankwart im Seniorenalter mit einer spontanen Autowäsche. Er greift zu Langstielschrubber, Schlauch und Wassereimer mit Shampoo und lässt unsere drei Sterne in wenigen Minuten in frischem Glanz erstrahlen. Leider beachtet der engagierte Saubermann das offene Schiebedach von Merkur nicht. Und so schnell, wie der Tankwart herumwirbelt, können wir gar nicht reagieren. Wasser spritzt hinein und so bekommt die Kamera, die auf dem Fahrersitz liegt, ein paar Spritzer ab. Überhaupt lernen wir immer wieder neue Seiten an türkischen Tankstellen kennen. So auch diesmal. Andreas wundert sich über die Tankrechnungen. Es stellt sich heraus, dass unsere … Tag 11-5 weiterlesen

Tag 11-4

In dem kleinen, beschaulichen Ort Yesilkavak wollen wir nach dem Weg fragen. Hier passiert das, was uns während unserer ganzen Reise, insbesondere in der Türkei, aufgefallen ist: Wir treffen ausnahmslos auf nette, aufgeschlossene Menschen, die uns mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln (weiter-) helfen wollen. Wird’s bei der Verständigung schwierig? Kein Problem. Dann wird ein Smartphone gezückt und irgendein Bekannter angerufen, der englisch oder sogar deutsch spricht. In Yesilkavak ist das nicht nötig. Hier trifft Simon auf einen Mann, mit dem französische Worte gewechselt werden. Er ist jetzt 55, sagt er später, ist mit 14 zuhause weg, war in … Tag 11-4 weiterlesen

Tag 11-3

In Richtung Alacaoglu sind wir unterwegs. Da droht schon das nächste Unheil: die ABS-, BAS- und ESP-Warnlampen leuchten in unserem Merkur auf. Andreas beruhigt uns und gibt Entwarnung. So könnten wir in den Kurven noch besser driften, meint er über Funk. Links geht’s nach Denizli, es sind noch 50 Kilometer bis dorthin. Heute am Spätnachmittag zeigt die Temperaturanzeige 27,5 Grad an. Wir fahren in Serpentinen die Berge hoch. Es geht über einen ersten Pass mit 1557 Meter und noch über einen zweiten mit 1500 Meter Höhe. Wir entscheiden uns dafür, von der Schnellstraße hinunter einen „kleinen Umweg“ auf Nebenstraßen zu … Tag 11-3 weiterlesen

Tag 11-2

Nicht nur ich bin nach dieser Fotoaktion auf der Offroad-Piste mächtig eingestaubt. Unsere Frontscheibe auch. Vermutlich beim Unfall mit dem Wildschwein  in Bulgarien wurde der Scheibenwischwasserbehälter beschädigt und das Wasser ist ausgelaufen. Kein Problem, denke ich. Wir haben doch ein Schiebedach. Da kann ich doch spielend leicht während der Fahrt von oben Wasser aus der Trinkwasserflasche auf die eingestaubte Frontscheibe gießen, denke ich. Doch Theorie und Praxis widersprechen sich manchmal im Leben. Ich muss erfahren und lernen: Bei Geschwindigkeiten ab etwa Tempo 50 funktioniert das Ganze nicht so wie gedacht. Obwohl Wasser immer nach unten fließt, wegen der Schwerkraft – … Tag 11-2 weiterlesen

Tag 11-1

Abfahrt in Usak um 9.15 Uhr. Die erste Polizeieskorte, die reibungslos funktioniert. Die Straßen werden für uns abgesperrt, in gemäßigtem Tempo geht es durch den Ort. Es wird spannend. Wir werden zu einem blauen AOR-Tor geführt. „Start“ steht groß darauf. Die Kartenkopien der Tour zum Canyon werden ausgegeben. Der Bürgermeister und der Gouverneur verteilen Gastgeschenke. Usak ist bekannt für seine Teppiche und Seidenwaren. Die Lokalpolitiker haben uns die Durchfahrt durch den Canyon erlaubt, der im Naturschutzgebiet liegt und der übrigens der zweitgrößte der Welt sein soll. Wir zweifeln sehr stark an dieser Angabe. Vielleicht gefühlt. Von der Polizei eskortiert fahren … Tag 11-1 weiterlesen

Tag 10-3

Um 18.30 haben wir unser Ziel erreicht: Usak. Gleich am Ortsanfang wird ein großes Stadion neu gebaut. An einer roten Ampel treffen wir auf das OK-Team, an das wir uns gleich dranhängen und mit diesem eine kleine Extra-Runde durch die Nebenstraße der Stadt drehen und diese auf diesem Weg ein wenig kennenlernen. Dann geht’s zu einer großen Freizeitanlage, wo wir heute sozusagen „unsere Zelte aufschlagen“. Simon hat einen Tipp bekommen, wo wir essen gehen können. Wir laufen die Hauptstraße entlang, bis wir linkerhand ein Lokal finden, das sich „mangalda“ nennt. Auf Türkisch und Englisch verständigen wir uns. Simon bestellt für … Tag 10-3 weiterlesen