Tag 21-2

Am Ende der Schlucht gibt ein schmaler Spalt den Blick frei auf die legendäre Schatzkammer des Pharao, das Wahrzeichen von Petra. Ein imposanter Anblick. Auf dem kleinen Platz ein paar Kamele… ein Bild wie auf typischen Postkarten. Im weiteren Verlauf sehen wir eine Kamelkarawane aus Sandstein, verschiedenste Grabstätten, darunter den Tomb of Soldier, sowie den Gartentempel und den Löwenbrunnen. Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Felsen und Sand strahlen die Hitze ab. Die Felsformationen und die in Sandstein gemeißelten Monumente und Portale beeindrucken uns sehr. Immer wieder sehen wir Ziegen, die jeden Felsvorsprung nutzen, um sich auszuruhen. Der Sandstein zeigt … Tag 21-2 weiterlesen

Tag 21-1

Zum Glück wache ich kurz vor 6 Uhr – noch rechtzeitig – im Hotel auf. Wir hatten gestern Abend vergessen, uns den Wecker zu stellen. Schnell unsere Sachen zusammengepackt, ausgecheckt, und gefrühstückt. Gegen 7.30 Uhr fahren wir los. Nach Petra sind es rund 300 Kilometer. Um 11 Uhr sind wir dort und suchen einen Parkplatz. Kaum stehen wir, werden wir von einigen wenigen einheimischen Männern lästig befragt: Do you have something for my children, for my wife, for my family? Von OK-Chef Wilfried wurden wir eindrücklich davor gewarnt, irgendetwas zu verkaufen. Das OK würde Ärger bekommen, wenn wir uns nicht … Tag 21-1 weiterlesen

Tag 20-2

Um 13 Uhr treffen sich alle Rallye-Teilnehmer bei der Mercedes-Niederlassung in Amman. Sigrid passiert dort das, was im Verlauf der Rallye wohl jedem von uns mindestens einmal widerfahren ist: Sie läuft an ein falsches Auto und wundert sich, dass sie es nicht öffnen kann. Unsere drei Sterne sehen sich aber auch wirklich zum Verwechseln ähnlich. Wir halten sie meist an den unterschiedlichen Dachboxen auseinander. Beim Treffpunkt erfahren wir auch, dass das für heute geplante Wüstenrennen verschoben wird, wegen einer Veranstaltung zum Ramadan. Stattdessen könnte man auf Weg zum Toten Meer einen Abstecher zu einem Berg machen, den wir aber verpassen. … Tag 20-2 weiterlesen

Tag 20-1

Wir haben alle gut geschlafen in den Gästezimmern der Gehörlosenschule HLID in Salt. Nach dem gemeinsamen Frühstück mit allen Kindern verabschieden uns die Mädchen und Jungen winkend. Da kommt uns eine Idee: Wir geben den Kindern und Jugendlichen Filzstifte, mit denen sie sich auf den Autos verewigen können. Mit Begeisterung schreiben sie ihre Namen auf Motorhauben, Kotflügel und Heckklappen, malen Bildchen und schreiben für uns nicht verständliche Sprüche. Gegen 9 Uhr brechen wir nach Amman auf.   In der Hauptstadt laufen wir durch Marktstraßen. Es duftet überall nach bekannten und auch uns fremden Gewürzen, nach Seifen und Waschmitteln, nach frischem … Tag 20-1 weiterlesen

Tag 19-3

Von Jerash aus fahren wir weiter, nördlich an Amman vorbei nach Salt. As-Salt oder Salt geht auf das griechische saltos, der Wald, zurück. Der Ort war einst das kulturelle und politische Zentrum des Landes. 1921 wurde in Salt die Gründung des Staates Jordanien proklamiert. Unser Ziel ist die Internatsschule für gehörlose und taubblinde Kinder und Jugendliche „Holy Land Institute for the Deaf“ (HLID). Für diese christliche Einrichtung haben wir über 100 Hörgeräte mit an Bord. Diese großzügige Spende hatten wir vor unserer Reise von Hartmut Windmüller, Thomas Rupp und Rainer Dorsch in Backnang erhalten, alle bei der Paulinenpflege Winnenden tätig … Tag 19-3 weiterlesen

Tag 19-2

Einer der Kamelioner hört zwei Jungen tuscheln, rennt hinterher und ergattert eine der Antennen. Letztlich bekommt er nach längerem Hinterherlaufen und Diskussionen die beiden anderen Antennen auch wieder zurück. Wir beschließen, die Kirche im Wechsel zu besichtigen. Drei von uns gehen, während die anderen drei an den Fahrzeugen Wache halten. Die Kirche an sich ist kein Gebäude im eigentlichen Sinn. Es gibt keinen Turm, überhaupt keine gemauerten Wände. Wir steigen ein paar Stufen hinab ins Erdreich. Dort unten ist es wie in einer Höhle oder einem ungemauerten Keller. Es ist kühl und ziemlich dunkel. Feierlicher war’s wohl am Vorabend, als … Tag 19-2 weiterlesen

Tag 19-1

Für die morgendliche Wäsche im Wüstencamp wurden für uns alle Waschbeckenrinnen mit darüber montierten kleinen Wassertanks aufgestellt. Einen Busch fürs Klo zu finden, ist schlichtweg unmöglich. Für Aufsehen im Camp sorgt an diesem Morgen das Team „Sterne des Morgenlandes“. Trotz jeweils großzügigem, zusätzlichen Unterbodenschutz an ihren Mercedes-Fahrzeugen – den gleichen W210T, wie wir sie fahren – haben sich die Ravensburger an einem Auto bei einem Offroad-Tripp den Benzintank im Heck aufgeschlitzt. Um den Spritbehälter bequemer und schneller reparieren zu können, stellen sie ihren Benz kurzerhand auf die Fahrzeugseite. Heute Morgen haben sich im großen, arabischen Zelt bereits zahlreiche erwartungsfrohe Kinder … Tag 19-1 weiterlesen